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PROJETS & PRIX

Bienvenue chez strukturelle !

Notre vision : l'égalité et l'équité dans la société. 

Nous développons activement les structures et promouvons l'équité des genres. 

Notre force repose sur une base solide avec des fondatrices compétentes qui apportent une contribution précieuse grâce à leurs connaissances spécialisées. En tant que bâtisseuses de ponts*, nous analysons de manière critique les structures existantes et apportons des approches innovantes.

Notre objectif est de provoquer des changements durables. Nous repensons les rapports de pouvoir et misons sur des processus inclusifs afin de promouvoir une société plus juste et plus harmonieuse.

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EN TANT QUE PARTENAIRE

#EGTN : Un projet visant à soutenir la recherche scientifique, les institutions politiques et les initiatives de la société civile pour façonner un monde numérique plus inclusif.

Le 24 mai 2022, l'initiative visant à introduire la « Journée internationale contre le harcèlement et pour l'inclusion dans le monde du travail » a été lancée.

La présence des femmes dans le monde universitaire – en tant que professeurs titulaires et à des postes de direction – est cruciale non seulement pour le développement des connaissances scientifiques.

Avec le vin de NTC & Fils, à partir de photos de Frida Kahlo et importées par une femme d'affaires mexicaine, nous lançons un partenariat pour mettre en valeur le leadership féminin.

PRIX

Verleihung des Doron-Preises 2023 an Natalie Urwyler: Laudatio

Meine Mutter hatte Mühe mit mir als Tochter, die so gar nicht ihrem Bild eines sanften, anpassungsfähigen Mädchens entsprach. Mein Glück war der Vater, der die «Eigenständigkeit» seiner Tochter ein Leben lang liebte und förderte. Mein Vater war in den 50er-Jahren eine Ausnahme. Die Gesellschaft lag damals auf der Seite meiner Mutter: Mädchen sollten sanft und lieblich sein, nicht aufmüpfen oder auffallen, sicher auf ein Studium verzichten, weil sie ja einst doch heiraten und die Ausbildung sich nie lohnen würde.

Was machen Mädchen in dieser Situation? Sie kapitulieren frühzeitig oder sie kämpfen – meist ein Leben lang gegen Vorurteile und die stete Diskriminierung mit mehr oder weniger Erfolg: in den Familien, in der Schule, während der Berufsbildung, im Studium, im Beruf, in der Politik. Endlos.

Das war vor 70 Jahren! Lautet oft die Antwort. Aber wir erfahren es täglich: Frauen werden bis heute unsichtbar gemacht: Sie werden hinter Schleiern und Burkas versteckt, sie sollen dienen, ihre Stimme nicht erheben. Sie werden von der Bildung ausgeschlossen, abgetrieben wegen ihres vermeintlich minderen Werts. Ihnen wird das Recht über den eigenen Körper zu bestimmen genommen. Auf der ganzen Welt werden Frauen noch immer an einem selbstbestimmten Leben gehindert.

 

Nicht in der Schweiz?

„Aber doch nicht in der Schweiz“, werden mir einige entgegnen: „Frauen haben in der Schweiz politische Rechte. Zwar spät, seit 1996 gibt es ein Gleichstellungsgesetz.“ Ich möchte Ihnen aufzeigen, wie das bis heute auch in der Schweiz möglich ist. Und das anhand der Erfahrungen, die die heutige Doron-Preisträgerin, Natalie Urwyler, gemacht hat.

Sie wurde 1973 in Ins geboren. Also rund 20 Jahre nach mir. Und tatsächlich begegnet sie als Mädchen den gleichen, altbekannten Stereotypien: „Eine Ausbildung, vergiss ein Studium für Mädchen ist nicht nötig, sie heiraten ja doch.“ „Was, du willst ins Gymnasium und das mit Typus C. Mathematik, Physik, Naturwissenschaften – das sind doch keine Themen für Mädchen.“

Zu ihrer Berufswahl Chirurgie, Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin hört sie von Vorgesetzten: „Notfallmedizin ist für Frauen ungeeignet.“ Sie wird auf die Pädiatrie oder Hausarztmedizin verwiesen, die in Teilzeit und mit Kindern ausgeführt werden können.

Zum Glück ist Natalie Urwyler eine Kämpferin. Sie verfolgt ihr Ziel gegen alle Widrigkeiten. Sie verwirklicht ihren Traum und wird Anästhesieärztin, arbeitet 8 Jahre lang bei der Rega als Notärztin.

2005 hat sie den Mut, in einem Karrieregespräch erstmals ihren Wunsch zu formulieren, im Fach Anästhesiologie zu habilitieren und Professorin zu werden. Antwort der männlichen Vorgesetzten: „Was du? Willst du denn kein Kind?“ In der Folge fehlt ihr jegliche Unterstützung, denn eben diese Vorgesetzten Männer entscheiden über die beruflichen Chancen der AssistenzärztInnen. Natalie forscht in der Freizeit.

 

Lichtblick Amerika

2010 ein Lichtblick. Vom Schweizerischen Nationalfonds erhält sie ein Stipendium für die Stanford Universität in Kalifornien. Dort erlebt sie Erstaunliches: Alle, Frauen und Männer, müssen bei ihrem Eintritt an die Universität einen Kurs über sexuelle Belästigung besuchen. Zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt sie, dass ihr Geschlecht keine Rolle spielt. „Im Studium geht es einzig um Fakten, Ideen und um Leistung. Hautfarbe, Geschlecht oder Herkunft sind nicht von Belang. „Ich fühlte mich frei wie noch nie, und ich war intellektuell produktiv“, erinnert sie sich. Die Grundlagen für ihre Habilitation liegen am Ende des Aufenthalts bereit.

 

Keine Unterstützung durch die Vorgesetzten

Zurück in der Schweiz kommt das Erwachen. Natalie Urwylers Erfahrungen nach ihrer Rückkehr kann nur in Stichworten erzählt werden: Statt Zeit zum Forschen erhält sie doppelt so viel Nacht- und Schichtarbeit wie die männlichen Kollegen.

Im Spital kommt es zu Schwierigkeiten, weil das Recht auf Arbeitsreduktion von schwangeren und stillenden Frauen nicht eingehalten wird. Die Frauen leiden unter der belastenden Arbeitssituation und suchten die Hilfe bei der Anästhesistin in höherer Position. Diese setzt sich dafür ein, dass das Arbeitsgesetz im Spital wenigstens für Schwangere und Stillende befolgt wird.

Nach einem Abort wird sie 2013 erneut schwanger und muss hospitalisiert werden. Ihre Gynäkologin verordnet ein reduziertes Arbeitspensum und nur sitzende, ruhige Tätigkeiten. Dafür wäre eine Arbeit in Lehre und Forschung ideal. Doch was tun ihre Vorgesetzten drei Monate später? Sie erteilen ihr ein Arbeitsverbot für den Forschungsbereich, sowie für die Lehre. Nach der Geburt wird ihr der Wiedereinstieg in die Lehr- und Forschungstätigkeit ganz untersagt: Das sei nichts für Mütter. Schliesslich kündigt ihr der Arbeitsgeber mit der Begründung: gestörtes Vertrauensverhältnis. Natalie Urwyler macht eine Aufsichtsbeschwerde bei der Universität Bern. Die Antwort lässt lange auf sich warten. 

Ein weiterer Lichtblick. Mit fast einjähriger Verspätung erfolgt 2014 die Anerkennung ihrer Habilitation im Fach Anästhesiologie. Natalie Urwyler ist die 2. Frau, die in Bern in diesem Fach habilitieren konnte.

 

Versuch eines Neuanfangs

Ihr Berufsleben liegt in Trümmern: Hier das kleine Kind, dort die fehlende Anstellung. Auf Bewerbungen erhält sie kaum Antwort. Ein Bewerbungsgespräch bringt das Fass zum Überlaufen. Sie stellt fest, dass sie gemobbt wird. Der frühere Arbeitsgeber riet, Frau Urwyler nicht einzustellen wegen „schwierigen Charakters“. Erst jetzt, Ende 2014, fasst sie den Entschluss, aufgrund des Gleichstellungsgesetzes zu klagen: wegen Rachekündigung, Beförderungs- und Lohndiskriminierung. Die ausgewiesene Narkoseärztin und junge Mutter ist jetzt arbeitslos und muss – mit einer akademischen Ausbildung und 15 Jahren Berufserfahrung! - stempeln gehen. Sie steht vor der Wahl, entweder Hausfrau zu werden oder von vorne anzufangen. 

Natalie Urwyler entscheidet sich für eine zweite Ausbildung. Die 42jährige einstige Kaderärztin ist jetzt wieder Assistenzärztin – zuerst in der Intensivmedizin, später auf der Inneren. Die Lohneinbusse ist enorm, sie beträgt 70 Prozent.

 

Ein grosser persönlicher Schaden und für die Gesellschaft

Diskriminierung am Arbeitsplatz ist für die Frauen immer ein persönliches Desaster: verbunden mit Abwertung, beruflicher Infragestellung und enormer psychischer Belastung.

Mindestens so schlimm ist der wirtschaftliche Schaden für unsere Gesellschaft. Seit bald 20 Jahren studieren mehr Frauen als Männer Medizin. Als Mütter erfahren sie den Stress in den Spitälern durch die Belastung von Beruf und Familie besonders stark. Der Grossteil ihres Einkommens geht an die externe Kinderbetreuung und durch die Doppelbesteuerung an den Staat. Am Ende fragen sie sich: „Warum tue ich mir das an?“, und sie verlassen den Beruf. Wären all die ausgebildeten Frauen im Beruf geblieben, der heutige Ärztinnen-Mangel würde weniger hart ausfallen. Kann sich unsere Gesellschaft das leisten?

Natalie Urwyler ist kein Einzelfall. Toxische Arbeitsplätze mit Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz und Mobbing gibt es überall: an Universitäten, in Spitälern, Firmen, Verwaltungen, kleineren Betrieben, und sie geschehen auf allen Hierarchiestufen.

 

Es geht aufwärts, die Klage wird bestätigt

2017 zeigt der Kampf von Natalie Urwyler einen ersten Erfolg. Das Regionalgericht Bern stellt eine Rachekündigung aufgrund des Gleichstellungsgesetzes (GIG Art. 10) fest. Das Urteil wird im Juli 2018 vom Obergericht des Kantons Bern bestätigt. Das Urteil in der Frage, ob eine Beförderung- und Lohndiskriminierung bestand, sollen noch 2023 entschieden werden.

Nach der Anerkennung der Rachekündigung erhält die Kämpferin für die Rechte der Frauen vom Beobachter den Prix Courage 2018. Diskriminierung am Arbeitsplatz wird zum Thema in der Öffentlichkeit. Seither erhält Natalie Urwyler Einladungen an Vorträge und Workshops, nimmt an Studentenkongressen teil, und sie hat die Kraft, Frauen in ähnlichen Situationen zu begleiten.

 

Es braucht Vorbilder

Vorbilder wie Natalie Urwyler sind wichtig. In der Zwischenzeit wagen immer mehr Frauen eine Klage. Diejenige von Frau Urwyler war die 111te, wenige Jahre später waren es bereits mehrere hundert. Die aktuellste Klage ist diejenige der ehemaligen Kaderfrau Yasmine Motarjemi bei Nestlé. Ihre Klage wurde wegen Mobbingvorwürfen im Februar 2023 vom Waadtländer Kantonsgericht gestützt. Das Urteil ist rechtskräftig. Und eine kleine Sensation, weil Mobbing ganz schwer zu beweisen ist. 

Frauen, die am Arbeitsplatz diskriminiert werden hören oft: „Ihr könnt doch klagen.“ Aber das ist schneller gesagt als getan, denn eine Klage braucht nicht nur viel Kraft und einen langen Atem. Auch die Kosten sind enorm. Hätte sie ihre Klage nicht gewonnen, Natalie Urwyler wäre im Privatkonkurs gelandet.

Um zu verhindern, dass Frauen jeweils alleine kämpfen und klagen müssen hat Natalie Urwyler zusammen mit drei Juristinnen strukturelle gegründet.

strukturelle ist eine Organisation, die Projekte zur Umsetzung von Gleichstellung fördert und sich für Good Governance und transparente Strukturen am Arbeitsplatz stark macht.

Danke Natalie Urwyler für deinen Mut und deine Beharrlichkeit!

 

«Danke, dass du in all den Jahren trotz Leid und Verzweiflung nie aufgegeben hast! 

Danke für deinen grossartigen Einsatz für die Frauen in diesem Land. Es ging dir nie nur um dich selber. Dir war stets bewusst, dass du diesen Kampf stellvertretend auch für andere Frauen führst.

Ein grosser Dank geht auch an die Doron Stiftung, die mit der Verleihung des Preises 2023 an Natalie Urwyler dem Anliegen Gleichstellung von Frauen und Männern Gewicht in der Öffentlichkeit gibt. Das ist wichtig: Denn letztlich geht es bei der Gleichstellung um nicht weniger als um eine gerechte und faire Gesellschaft in diesem Land.

Ihnen, liebes Publikum, danke ich fürs Zuhören.»

Yvonne Schärli-Gerig Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für die Frauen ehemalige Regierungsrätin des Kantons Luzern

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Éloge – texte en allemand
P.D. Dr. méd. Natalie Urwlyer

PRIX ÉMILIE KEMPIN SPYRI

POUR ZITA KÜNG 

La Fédération suisse des avocats (SAV) a décerné le 11 juin 2021 à notre fondatrice Zita Küng le prix Emilie Kempin-Spyri.

 

Avec le prix Emilie Kempin-Spyri, le SAV récompense des avocats, des personnes ou des organisations qui ont apporté une contribution particulière aux questions d'égalité entre les femmes et les hommes dans la profession, la justice, la politique et la société ou qui servent de modèle particulier aux avocats. avoir.

 

Émilie Kempin-Spyri

Emilie Kempin-Spyri fut la première Suissesse à obtenir son doctorat en droit à l'Université de Zurich en 1887. À cette époque, elle n’était pas autorisée à exercer la profession d’avocat car, en tant que femme, elle n’avait pas de citoyenneté active et a donc émigré à New York. Grâce à Emilie Kempin-Spyri, une nouvelle loi sur les avocats fut introduite dans le canton de Zurich en 1898, qui permettait aux femmes d'exercer la profession juridique malgré l'absence de citoyenneté active. Elle a ainsi ouvert la voie à Anna Mackenroth, qui fut la première femme de Suisse à passer le nouvel examen du barreau et à obtenir son diplôme d'avocat le 21 janvier 1900.

 

Zita Küng : la première lauréate du prix Emilie Kempin-Spyri

« Une femme extraordinairement courageuse » est la lauréate du premier prix, Zita Küng. L'avocate zurichoise a consacré sa vie à la cause de l'égalité entre les femmes et les hommes dans la société et devant le droit. «Pour Zita Küng, l'accent était mis sur les faits, sur la rupture de la « gravité patriarcale », comme elle appelle le phénomène global des structures de pouvoir », explique le Dr. Agnès Dorman. En tant que membre fondatrice de l'Organisation pour les causes des femmes (OFRA), Küng souhaitait changer fondamentalement la société depuis le mouvement des femmes dans les années 1980. Elle y est parvenue, a déclaré la laudatrice Agnès Dormann : « Les engagements de Zita Küng se lisent comme un aperçu de l'histoire de la lente et toujours en cours de l'égalité juridique des femmes en Suisse. C’est une femme extraordinairement courageuse qui a accompli beaucoup de choses avec ses collègues.

 

«Dans la lutte pour nos droits, nous, les femmes, avons malheureusement souvent été poussées sur la mauvaise voie. Au lieu de travailler avec fraîcheur et joie sur notre travail, nous avons dû surmonter, étape par étape, les préjugés les plus fous sur nos capacités.» (Émilie Kempin-Spyri, 1897)

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PRIX COURAGE DE L'OBSERVATEURPOUR NATALIE URWYLER – texte en allemand

 

Der Beobachter hat unsere Gründerin Natalie Urwyler im 2018 mit dem Prix Courage ausgezeichnet.

 

Der Prix Courage ist eine Auszeichnung, welche die schweizerische Zeitschrift Beobachter seit 1997 verleiht. 

«Die Schweiz braucht Leute, die handeln, wo Zuwarten andere gefährdet, die laut werden, wo Schweigen Unrecht verdeckt, die ehrlich sind, wo Lügen leichter fiele», umschreibt Andres Büchi, Chefredaktor des Beobachters, die Idee für den Prix Courage.

Jedes Jahr prüft die Redaktion des Beobachters Vorschläge aus seiner Leserschaft, sichtet unzählige Medienmeldungen über mutige Taten und unerschrockenes Handeln zugunsten höherer Ziele. Dutzende Fälle werden nachrecherchiert, Hintergründe geklärt, unabhängige Zeugen befragt, bis feststeht, welche Personen und Taten besonders uneigennützig und mutig gehandelt haben. Dann stellt der Beobachter die seiner Ansicht nach überzeugendsten Fälle von Zivilcourage in einer Titelgeschichte der Zeitschrift und auf der Beobachter-Website vor.

Die einzelnen Taten zu werten ist weder für Jury noch für die Leserschaft leicht.: «Alle Kandidaten, die der Beobachter nominiert hat, haben diesbezüglich Herausragendes geleistet, die Nomination zum Prix Courage ist eine verdiente Auszeichnung dafür.»

Natalie Urwyler: Preisträgerin 2018

Für ihren Mut und ihre Hartnäckigkeit wurde Natalie Urwyler mit dem Prix Courage 2018 ausgezeichnet. Natalie Urwyler galt als Nachwuchshoffnung, als angehende Professorin, die an der berühmten Stanford-Universität geforscht hat. Sie arbeitete als Oberärztin am Inselspital – und sie verlor alles: Job, Karriere, Renommee. Sie verlor alles, weil sie in einem männerdominierten Umfeld den Mund aufmachte. Immer wieder, hartnäckig, mit Zivilcourage par excellence. Natalie Urwyler war bewusst, dass ihre Hartnäckigkeit zu mehr Feinden als Freunden führen würde; im ärztlichen Kader des Inselspitals sind 90 Prozent Männer beschäftigt, es geht hierarchisch zu und her, viele Chefärzte halten sich noch immer für Übermenschen – und benehmen sich auch so.

 

Natalie Urwyler setzte sich – lange bevor sie selber Mutter wurde – wiederholt und sachbezogen für gleichwertige Karrieremöglichkeiten für Frauen, die Einhaltung des Mutterschutzes und den Schutz der Schwangeren ein. Aber für viele der Herren in Weiss hatte sie einfach eine zu grosse Klappe.  Als sie nicht bereit war, nach ihrem Mutterschaftsurlaub wieder 100 Prozent zu arbeiten, erhielt sie die Kündigung.

Sie zog vor Gericht, machte systematische Diskriminierung geltend und bekam von zwei Instanzen recht. Die Insel hätte sie wieder anstellen müssen, stellte sie aber «per sofort von der Arbeitspflicht frei». Natalie Urwyler arbeitet nun in einem kleinen Spital als Assistenzärztin. Mit Zivilcourage kämpfte Natalie Urwyler jahrelang für die Gleichstellung der Frauen in den Spitälern. Mit Mut zog sie die Kündigung der Insel vor Gericht – und erkämpfte damit für alle arbeitenden Frauen einen wichtigen Sieg. Noch nie zuvor hat eine Frau einen Konzern wegen Verletzung des Gleichstellungsgesetzes angeklagt, recht bekommen und hätte dadurch – eigentlich – wieder eingestellt werden müssen.  Natalie Urwyler sagt, ihr grosses Ziel sei nicht ihre persönliche Karriere, sondern dass ihre Tochter einmal bessere Bedingungen antreffen werde als sie.

«Alle Kandidaten, die der Beobachter nominiert hat, haben diesbezüglich Herausragendes geleistet, die Nomination zum Prix Courage ist eine verdiente Auszeichnung dafür.»

(Beobachter Quelle)

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MAYA
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